Häusliche Gewalt

In Lebenssituationen, wie Trennung, Scheidung, Gewalterleben aktuell und in der Vergangenheit, Mobbing, Ärger, Streit und Stress die Sie belastend, kritisch oder gefährlich bewerten, können Sie sich an uns wenden.

Wenn Sie nicht mehr wissen wie es weitergehen kann, hören wir Ihnen zu, wir zaubern keine Patentlösung aus dem Hut sondern geben Ihnen den Raum herauszufinden, was Sie möchten, welchen Weg Sie einschlagen wollen und können.

Hierbei stehen Ihnen unsere therapeutisch ausgebildeten Beraterinnen mit Rat und Tat zur Seite. Hier bietet Ihnen die durch und durch wertschätzende Haltung, sowie die professionelle Distanz eine Blickerweiterung, die Möglichkeit des Perspektivwechsels und das Finden Ihrer inne wohnenden Lösung.

Jedes Ding hat zwei Seiten, und erst wenn wir die dritte Seite hinzunehmen, erkennen wir das Ganze mit all seinen Möglichkeiten.

 

Wir finden mit Ihnen Wege…
…. die für Sie begehbar sind
…. die vielleicht neu sind
…. die das Gute und Bewährte erhalten.

 

Download Flyer: Frauen Beratungsstelle

Das – anonym – in Osterode befindliche Frauenhaus verfügt über 4 Plätze und qualifizierte Mitarbeiterinnen. Aufgenommen werden grundsätzlich auf freiwilliger und selbstbestimmender Basis volljährige Frauen und deren Kinder, welche von häuslicher Gewalt betroffen sind.

Bundesweit fehlen immer noch an die 15.000 Plätze bei 6800 vorhandenen Frauenhausplätzen (Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung) und gerade ländlich strukturierte Gebiete weisen häufig in der Schutz- und Hilfevorsorge Leerstellen auf.

Häusliche Gewalt liegt vor, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten partnerschaftlichen Beziehung körperliche, seelische und/oder sexualisierte Gewalt ausüben oder androhen.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf über:

Verein Frauen für Frauen e.V. (05522) 4668 

oder Frauennotruf/Gewaltberatungsstelle (05522) 920770 

Laut einer Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Gewalt die häufigste Todesursache von Frauen zwischen 16 und 44 Jahren.
Die Trennungszeit ist für misshandelte Frauen eine sehr gefährliche Zeit, viele Gewaltdelikte passieren genau dann, wenn die Frauen gehen wollen. Die Angst vor weiterer massiverer Gewalt, die nicht nur gegen die Frau selbst gerichtet ist, sondern auch gegen ihre Kinder oder nahen Verwandten, ist extrem hoch. Der soziale Abstieg kann die Frau hindern, zu gehen. Der Verlust des vertrauten Umfeldes, gerade auch für die Kinder, kann die Frau zum Bleiben verleiten. Ökonomische Abhängigkeiten und mangelndes Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten und Stärken tragen dazu bei, bei dem Gewalttäter zu bleiben. Letztendlich sind auch gesellschaftliche Moralvorstellungen und Glaubenssätze nicht unerheblich für die Entscheidungsfindung. Und wenn es dann noch an vorurteilsfreier Unterstützung von außen fehlt, ist nichts mehr, gar nichts mehr einfach. In dieser Situation bedarf es großer Anstrengung die ersten Schritte aus der Gewalt gehen zu können.

Unser Blick in der Arbeit ist auf Gegenwart und Zukunft gerichtet in der Gewissheit von Gewalt betroffenen Frauen mit ihren Kindern individuell erarbeitete Perspektiven eröffnen zu können.

Im Frauenhaus leben die Frauen und deren Kinder eigenständig und selbstbestimmt. Sie werden in ihrer Krisenbewältigung und in behördlichen, finanziellen und lebenspraktischen Bereichen umfänglich unterstützt, begleitet und beraten. Dieses Schutz- und Hilfsangebot ist ein vorübergehendes, zeitlich begrenztes Angebot, mit dem Ziel, den Frauen und deren Kindern einen Weg aus der erlebten Gewalt aufzuzeigen. Damit gewaltbetroffene Frauen nicht mehr Opfer sind!

Für nicht refinanzierbare zusätzliche Unterstützungen der Bewohnerinnen ist der Verein auf Spenden angewiesen.

Download Flyer: Frauenhaus

Mit Inkrafttreten des Gewaltschutzgesetzes wurden vor gut 10 Jahren die BISS Stellen bundesweit eingerichtet, ihr Ziel ist es den betroffenen Personen in diesen meist verstörend wirkenden Situationen schnell und unbürokratisch Hilfe und Unterstützung anzubieten.

Nach einem Polizeieinsatz

in der Folge von häuslicher Gewalt, informiert die Polizei die Beratungs- und Interventionsstelle (BISS), eine der Mitarbeiterinnen nimmt dann telefonisch oder schriftlich Kontakt zu Ihnen auf.

 

Häusliche Gewalt

liegt vor, wenn Personen innerhalb einer bestehenden oder aufgelösten ehelichen oder partnerschaftlichen Beziehung körperliche, seelische und/oder sexualisierte Gewalt ausüben oder androhen.

 
 Wenn Ihr Partner oder Ex- Partner
  • Sie beleidigt, beschimpft, demütigt, bedroht, einschränkt…
  • Sie schlägt, würgt, schubst, tritt, an den Haaren reißt, festhält…
  • Sie sexuell belästigt, vergewaltigt…
  • Sie einsperrt, Kontakte untersagt, sie kontrolliert, Ihnen Ihr Geld wegnimmt…

… dann schützen Sie sich und ggf. Ihre Kinder und rufen Sie im akuten Fall die Polizei 110

Wenn Sie bemerken, dass Sie sich in immer wiederkehrenden Gewaltsituationen befinden, wenn Sie Angst haben vor der nächsten Eskalation, bereiten Sie sich vor, wir empfehlen Ihnen:

  • … sprechen Sie mit einer Person, der Sie vertrauen
  • … packen Sie einen Notfallkoffer (mit Papieren, Schlüsseln, Medikamenten, Geld)
  • … deponieren Sie den Koffer bei einer Person Ihres Vertrauens
  • … wenden Sie sich an den Frauennotruf oder ein Frauenhaus, dort finden Sie und Ihre Kinder Schutz und Begleitung

Wir beraten Sie vertraulich, einfühlsam und kompetent in den rechtlichen Fragen und Möglichkeiten. Wir schauen gemeinsam auf das, was Sie möchten und unterstützen Sie bei den nötigen Schritten.

Wenden Sie sich an den Frauennotruf:

05522-920770

der Anrufbeantworter wird täglich abgehört und sagt Ihnen eine Notfallnummer für akuten Bedarf an einer Frauenschutzwohnung.

E-Mail: info@frauen-notruf-osterode.de

Download Flyer: BISS

Was ist psychosoziale Prozessbegleitung?

Die psychosoziale Prozessbegleitung stellt eine besonders intensive Form der Unterstützung für Opfer von Straftaten dar.

Wenn Sie Opfer einer Sexualstraftat geworden sind, können Sie gegen den Täter oder die Täterin Strafanzeige erstatten. In diesem Strafverfahren sind Sie eine wichtige Zeugin. Wir beraten und unterstützen Sie als Zeugin vor, während und nach der Gerichtsverhandlung.

Durch die psychosoziale Prozessbegleitung ist es endlich möglich, dass auch Geschädigte einer Straftat und deren Angehörige die qualifizierte emotionale und psychosoziale Begleitung vor, während und nach der Gerichtsverhandlung bekommen, die sie verdienen.

– Marie Hildebrandt, psychosoziale Prozessbegleiterin, Frauen für Frauen e.V.

Wenn Sie sich noch nicht sicher sind, ob Sie eine Anzeige erstatten möchten, beraten und unterstützen wir Sie auch dann bei der Entscheidungsfindung und begleiten Sie auf Wunsch zur Polizei.

Mit Personen, die Sie unterstützen, z. B. Ihre Familie, Freunde und Bekannte, ist ein Gespräch über den Ablauf einer Gerichtsverhandlung und wie sie Sie unterstützen können, ebenfalls möglich.

Wenn Sie Unterstützung zum Thema Anzeige und Informationen über Ihre Rechte und über den Ablauf eines Strafverfahrens haben möchten, ist es gut, frühzeitig einen Termin mit uns zu vereinbaren.

Download Flyer: Psychosoziale Prozessbegleitung

Download Flyer vom Land Niedersachsen